Aktuelles

15.12.2011

Wir wünschen Ihnen ein fröhliches Chanukkafest!

Gesegnete Weihnachten und ein gesundes neues Jahr 2012.

Hier finden Sie unsere neue Mitgliederzeitung als PDF-Download

07.11.2011

MDA VIDEO AUF YOUTUBE

10.10.2011

Aktion Art for Life Art for Life

Jeden Tag fordern Verkehrsunfälle und Terroranschläge unschuldige Opfer. Um unsere lebensrettende Aufgabe in Zukunft erfolgreich durchführen zu können, benötigen wir für die Anschaffung von Rettungswagen Ihre Unterstützung. Helfen Sie uns dabei, dem gelobten Land und den Menschen in Israel, Hilfe und Hoffnung geben zu können.

Anstatt zu spenden, können Sie einen Hundertwasser erwerben und in Ihr Wohnzimmer hängen. So werden Sie nie vergessen, dass Sie eine gute Tat getan haben im Sinne des Talmudspruches: "Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt".

Ein Drittel des Kaufpreises wird durch den Bernd Wörner Verlag dem Freundeskreis des MDA-Israel e.V. als Spende überwiesen.

Weitere Informationen

23.09.2011

Rosch Haschana Brief 5772

19.08.2011

EILAT (inn) - Unbekannte haben am Donnerstag nahe der ägyptischen Grenze zwei israelische Linienbusse und einen PKW beschossen. Nach vorläufigen Angaben wurden sieben Israelis und sieben Attentäter getötet, zudem gab es 29 Verletzte.

Bild des bschossenen Busses, mit einer Ambulanz von Magen David AdomDer erste Angriff ereignete sich nahe des Checkpoints Ein Netafim, nordwestlich von Eilat. "Für mich war es eine Routinefahrt. Ich fuhr auf der Straße nahe der Grenze in Richtung eines ägyptischen Postens. Da stehen immer Soldaten, aber dieses Mal eröffneten sie das Feuer auf meinen Bus." Das erzählte Busfahrer Benni Bilawski, 60. Dieser erste Zwischenfall einer ganzen Serie von Terroranschlägen rund 28 Kilometer nördlich von Eilat hatte einen Toten, sieben Verletzte und zwanzig Schockverletzte zur Folge.

Eine ähnliche Aussage machte Sarah aus Lod. Sie war im Auto mit ihren Kindern auf dem Weg nach Eilat. "Ich sah ägyptische Soldaten in ihren typischen Uniformen, wie sie das Feuer auf uns eröffneten." Zwei ihrer Kinder wurden verletzt. "Obwohl sie angeschnallt waren, schrie ich sie an, dass sie sich auf den Boden werfen sollte. Eine Kugel schlug wenige Zentimeter vom Kopf meiner Tochter ein."

Israelische wie ägyptische Sprecher dementierten jedoch, dass die ägyptische Armee in "irgend einer Weise involviert" war, als weitere Anschläge und Feuergefechte noch vonstatten gingen.

In schneller Abfolge kamen Berichte über weitere Anschläge. Ein zweiter Bus wurde 26 Kilometer vor Eilat von einer Panzerfaust getroffen und brannte aus. Sondereinheiten der Polizei lieferten sich mit einer Terrorzelle ein Feuergefecht. Kampfhubschrauber flogen zu der Stelle. Nach etwa einer Stunde wurde gemeldet, dass "zwei oder vier" Terroristen getötet worden seien.

Wenig später hieß es, dass in der gleichen Gegend eine Straßenbombe explodiert sei. Ein Militärfahrzeug wurde angeblich getroffen. Es war die Rede von fünf Toten. Das wurde jedoch nicht bestätigt, da erst die Familienangehörigen informiert werden müssen, "falls es Tote gab", wie Militärsprecher Joav Mordechai sagte. Bei einer Straßensperre auf der Hauptstraße vom Norden nach Eilat sahen Reporter vier Privatwagen mit Einschusslöchern. In einem Auto seien vier Menschen getötet worden, in einem anderen eine weitere Person.

Den Angaben, wonach ägyptische Soldaten zuerst geschossen hätten, widersprachen andere Zeugen. Drei schwerbewaffnete Männer seien aus einem blauen Auto am Straßenrand ausgestiegen hätten auf vorbeifahrende Autos und Busse geschossen. Unklar ist, wo diese Männer hergekommen sind und ob sie tatsächlich ein Auto zur Verfügung hatten. Gemäß militärischen Quellen seien die Terroristen über die offene und nicht richtig befestigte Grenze von Ägypten nach Israel gekommen. Da mehrere Sprengsätze explodierten, Mörsergranaten abgeschossen wurden, ein Bus von einer Panzerfaust getroffen wurde und zudem Fahrzeuge beschossen wurden, müssen die Angreifer bestens ausgerüstet gewesen sein.

Die Überfälle etwa 28 Kilometer von der südisraelischen Stadt Eilat am Roten Meer entfernt zeugen davon, dass die ägyptischen Streitkräfte zunehmend die Kontrolle über die entmilitarisierte Sinaihalbinsel verloren haben. Um Ägypten zu helfen, die Ordnung wieder herzustellen, hatte Israel kürzlich die Verlegung von rund tausend ägyptischen Soldaten mitsamt Panzerwagen in den Sinai genehmigt. Grundsätzlich darf Ägypten gemäß dem Friedensvertrag mit Israel im Sinai nur Polizei einsetzen und keine Militärs. Die ägyptischen Soldaten seien vor allem im Norden der Sinaihalbinsel damit beschäftigt, die mehrfach angegriffenen und gesprengten Erdgasleitungen und Pumpstationen zu bewachen. Ägypten liefert Erdgas an Syrien, Jordanien und Israel.

Israelische Militärsprecher betonten, "ständigen Kontakt" mit ägyptischen Verbindungsoffizieren zu halten. Bislang ist nichts bekannt über die Zahl oder die Identität der Angreifer, wobei die israelischen Militärs eine Beteiligung von Ägyptern offenbar ausschließen. Der Terrorexperte Eli Carmon sagte im Rundfunk, dass sich etwa 500 Al-Qaida-Kämpfer, aus ägyptischen Gefängnissen entkommene Gefangene und andere islamische Extremisten im Sinai aufhielten und Angriffe auf Israel und ägyptische Streitkräfte planten.

Verteidigungsminister Ehud Barak erklärte: "Das war ein schwerer Terroranschlag an mehreren Orten. Es zeigt, dass Ägypten die Kontrolle über den Sinai verliert und dass dort terroristische Elemente zunehmen." Weiter sagte Barak, dass "dieser Terrorangriff vom Gazastreifen ausging. Wir werden alle verfügbaren Maßnahmen gegen die Terroristen einsetzen."

Bis zum Nachmittag hatte keine Organisation die Verantwortung für die Anschlagsserie übernommen. Am frühen Nachmittag wurde aus dem Gazastreifen berichtet, dass Kämpfer der Hamas in Erwartung eines israelischen Angriffs ihre Stellungen geräumt hätten. Die radikal-islamische Gruppe wies den Vorwurf einer Beteiligung an den tödlichen Terroranschlägen unterdessen zurück. "Ich glaube nicht, dass Hamas hinter den Angriffen steht", sagte das führende Hamas-Mitglied Ahmed Jussef der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am Donnerstag in Gaza. "Aber wir preisen die Attentäter, denn sie haben israelische Soldaten angegriffen", fügte Jussef hinzu. Israel greife den Gazastreifen "täglich" an. "Da es keinen Verhandlungsprozess gibt, ist die militärische Eskalation nur logisch", sagte der stellvertretende Außenminister der Hamas-Regierung.

Von: E. Hausen/U. Sahm

27.06.2011

Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) hat heute die Hamas dazu aufgefordert, ein Lebenszeichen des entführten Soldaten zu liefern. Die Shalit-Familie habe das Recht darauf, Kontakt mit ihrem 24-jährigen Sohn zu haben, erklärte das ICRC in Bezug auf das Humanitäre Völkerrecht. „Da es seit fast zwei Jahren kein Lebenszeichen von Shalit gegeben hat, fordert das ICRC jetzt von der Hamas den Beweis, dass er noch am Leben ist“, sagte das Komitee.

„Die totale Abwesenheit von Informationen bezüglich Herrn Shalit ist vollkommen inakzeptabel“, erklärte Yves Daccord, der Direktor des ICRC, in einem Statement. „Die Hamas hat nach dem Humanitären Völkerrecht die Verpflichtung, das Leben von Herrn Shalit zu schützen, ihn menschenwürdig zu behandeln und ihm Kontakt zu seiner Familie zu gewähren“, fügte Daccord hinzu.

Das letzte Lebenszeichen von Gilad Shalit war ein Video, das seine Entführer im September 2009 veröffentlichten, auf dem er blass und dünn und um sein Leben flehend zu sehen war.

(Haaretz, 23.06.11)

27.06.2011

Gilad Shalit: Fünf Jahre in Geiselhaft der Terrororganisation Hamas

Am 25. Juni 2006 wurde der Soldat Gilad Shalit von Terroristen der Hamas von israelischem Gebiet in den Gaza-Streifen verschleppt. Die Entführung war Teil eines unprovozierten Angriffs, an dem sieben bewaffnete Terroristen beteiligt waren. Sie verschleppten Shalit durch einen Tunnel, der unter der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen gegraben wurde. Zum Zeitpunkt seiner Entführung war Gilad 19 Jahre alt.

Im Verlauf des Angriffs wurden zwei Soldaten der israelischen Verteidigungskräfte umgebracht, Leutnant Hanan Barak und Oberfeldwebel Pavel Slutzker. Fünf weitere wurden verletzt.

Der 25. Juni 2011 ist der fünfte Jahrestag der Entführung von Gilad Shalit. Seit fünf Jahren verweigert ihm die Hamas seine grundlegenden Menschenrechte, darunter auch Besuche des Roten Kreuzes. Seit fünf Jahren leidet seine Familie und wartet auf seine Rückkehr.

Die internationale Gemeinschaft muss aktiv werden, um diese inakzeptable Situation zu beenden. Ministerpräsident Binyamin Netanyahu sagte dazu: „Ich denke, dass die gesamte zivilisierte Welt an der Seite Israels und der USA stehen sollte bei dieser simplen Forderung an die Hamas: Lasst Gilad Shalit frei!“

(Außenministerium des Staates Israel, 22.06.11)

18.04.2011


12.04.2011

Leben Retten am Jom Ha Schoa

Bild: Magdalena Stein mit einem KollegenMontag, der 12. April 2010. Ich sitze in der Linie 19, auf dem Weg nach Neve Sha’ anan. So oft bin ich diese Route schon gefahren, um meinen Dienst auf der Rettungswache anzutreten. Aber heute erwarte ich diese mishmeret boker mit gemischten Gefühlen. Es ist der Jom Ha Schoa, der Holocaustgedenktag. Werde ich ein christlich-drusisches Team haben? Oder werde ich Leben retten mit einem jüdischen Paramedic?

06:30 komme ich an, mein Team ist schon da. Vinnik, ein Anfang Dreißigjähriger, gerade in der Ausbildung zum Paramedic, einer der wenigen Fahrer die eine Waffe bei sich tragen - auch wenn man die in Haifa eigentlich nicht braucht.

Mein Paramedic: Joni, 27, Paramedic vom Militär, der noch vor einem “Guten Morgen” zu mir sagt “Es ist etwas ganz besonders für mich, heute gerade mit dir zu fahren.” Warum? Weil ich bekennender Christ bin. Und Deutsche. Mein Großvater diente in der Wehrmacht, der Bruder meiner Oma ist gefallen. Und Joni? Zwei seiner Großeltern haben Auschwitz überlebt. Aber sie hegten nie Groll gegen die Deutschen. Im Gegenteil – der Sabba hat sein Heimatland sehr oft besucht.

Unser erster Einsatz gleich zu Schichtbeginn sollte uns zu einer Reanimation führen. Männlich, Mitte Vierzig. Zu früh zum sterben. Vinnik steuert den Chevrolet gekonnt durch das morgendliche Berufsverkehrschaos in Haifa Carmel Center, z.T. auch auf der Gegenfahrbahn. Als wir in die Straße des Einsatzortes einbiegen, werden wir gecancelled. Der Nathan war vor uns da. Schade. Wir hätten gern als dieses Team ein Leben gerettet.

Die Rückfahrt zur Wache und die Zeit bis zur Gedenkminute verbrachten wir z.T. schweigend, z.T. vertieft in Gespräche über Vergangenheit und Gegenwart. Wie ist die Stimmung in Deutschland? Was denken die Leute über Israel? Was wird in den Nachrichten gezeigt? Stimmt es, dass die rechte Szene Aufschwung erhält? Steht das Volk hinter Merkels israelfreundlicher Haltung? Viele Fragen bewegen die jungen Israelis. Und ich versuche, sie zu beantworten.

Dann ist es 09:58. Wir haben gerade keinen Einsatz. Zu dritt stellen wir uns vor die Wache an die Straße und warten, dass die Sirene ertönt. Plötzlich wird alles still. Autos halten an. Ein Mann, der auf dem Gehweg an uns vorbeihastet, hält inne. Das junge Paar am Geldautomaten der Bank Leumi hält die Karte in der Hand, ohne den Prozess zu beenden. Und dort stehen wir. Neben mir der Joni. Ein Enkel der Opfer, ein Enkel der Täter – im Schweigen zum Gedenken der 6 Millionen Opfer des Naziregimes. Als eine neue Generation, die versucht, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Es besser zu machen. Uns beiden eine Chance zu geben. Für eine bessere Zukunft.

Der nächste Einsatz führte uns in ein Heim für schwer kranke Kinder. Ein 6 Monate alter Junge muss ins Krankenhaus transportiert werden. Er hat Multiple Sklerose, ein Tracheostoma, eine Magensonde, künstliche Ernährung. Ein hübsches Kind, so leidgeplagt. Einsatzgrund: plötzliche Bradykardie. Ich hockte während der Fahrt am Kopfende der Trage und fixierte den Beatmungsschlauch auf dem Tracheostoma, so lange bis Yoni entschied, per Hand zu beatmen. So fuhren wir beide ungesichert, aber das Kind festhaltend, bis ins Rambamkrankenhaus. Dieses Leben haben wir nicht gerettet, aber erhalten.

Sofort darauf folgend wurden wir zu einer arabischen älteren Dame mit Lungenödem gerufen. Hier musste alles schnell gehen – und ich war wieder froh, Yoni bei mir zu haben. Er gibt einfach ganz kurze und klare Kommandos, wie das im Militär üblich ist. Und das wird gebraucht, wenn die Wohnung für 1 Patientin + 3 Retter + Equipment zu klein ist, die Venen schlecht sind, Bewegung kaum möglich ist und das neue EKG-Gerät nicht so arbeitet wie wir das wollen. Aber letztendlich konnten wir auch hier effektiv helfen, die Atemnot lindern und die Patientin in verbessertem Zustand im Rambam abliefern.

Einsatz Nummer 4 war der Traurigste von allen. Diesen fuhr ich mit dem Team der erev-Schicht, weil sie schon so früh kamen um meine Jungs abzulösen. Ein älterer Herr, schon über 80, hat versucht sich das Leben zu nehmen. Mit einem Messer, ganz allein in seiner Wohnung. Wer ihn gefunden hat, habe ich nicht verstanden – ich spreche kein Russisch. Und warum er versucht hat, gerade an diesem Tag seinem Leben ein Ende zu setzen, weiß ich auch nicht. Aber ich kenne seine Vergangenheit nicht. Wir haben ihn lebend im Krankenhaus abgegeben und er lebt noch immer. Aber sein Herz ist zutiefst gebrochen. Hat es etwas mit dem Holocaust zu tun? Ich weiß es nicht. Aber darüber machte ich mir im Nachhinein Gedanken. Die Antwort werde ich nie erfahren.

Magdalena Stein, 24 Jahre
Volontärin bei MDA für 6 Monate

28.03.2011

  

MDA Bericht vom Ablauf des Bombenanschlags der sich in Jerusalem ereignet hat:

Um 15.07 Uhr wurde eine starke Explosion in Jerusalem gehört: eine versteckte Bombe war an einer Bushaltestelle in der Nähe der Binyaney Ha'Uma detoniert.

In der MDA Notrufzentrale gingen viele Notrufe ein, die von Verletzten berichteten.

Insgesamt gab es 35 Verletzte, die auf vier verschiedene Krankenhäuser in Jerusalem verteilt wurden:
1 Opfer in Lebensgefahr
3 schwer verletzte Opfer
5 Verletzte
26 Leichtverletzte

Um 16.12 Uhr erklärte der Befehlshabende des MDA vor Ort die Evakuierung der Opfer für abgeschlossen.

MDA emergency medical services die eingesetzt wurden:

6 Medical Intensiv Care Units
37 Standard Ambulances
1 MCRV
14 First Responders on motorbikes
Including Paramedics, EMTs and Volunteers

Die MDA Blutbank belieferte die verschiedenen Krankenhäuser mit ca. 100 Bluteinheiten und Blutkomponenten.

  

23.03.2011

Bombenanschlag in Jerusalem: Eine Tote, Dutzende Verletzte

Der Terror ist zurück in der israelischen Hauptstadt. Bei einem Bombenanschlag auf eine Bushaltestelle in Jerusalem ist am Mittwoch eine 59-jährige Frau getötet worden, mindestens 38 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die etwa zwei Kilo schwere Bombe war nach Polizeiangaben in einer Tasche versteckt, die an einer Telefonzelle stand. Sie explodierte, als gerade zwei Busse dort anhielten. Verschiedene arabische Terror-Organisationen begrüßten den Anschlag, übernahmen aber nicht die Verantwortung für die Bluttat. Es ist der erste schwere Terroranschlag in Jerusalem seit dem Massaker an acht jungen Männern in einer Bibelschule im März 2008 .
Die Explosion ereignete sich gegen 15 Uhr Ortszeit gegenüber des Internationalen Konferenzzentrums an einer belebten Kreuzung. Die schwere Detonation erschütterte die Stadt bis ins Zentrum hinein. Scheiben gingen zu Bruch, mehrere Autos wurden schwer beschädigt. Zahlreiche MAGEN DAVID ADOM-Rettungskräfte kümmerten sich um die blutüberströmten Verletzten. Nach Angaben von Sicherheitsminister Aharonovitch hatte die Bombe Stahlkugeln enthalten, um möglichst viele Menschen zu verletzten. Es habe vor dem Anschlag keine Warnung des Geheimdienstes gegeben, erklärte der Minister.

Bürgermeister Barkat: Wir lassen uns unser Leben nicht ruinieren!


Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine „energische, verantwortliche und umsichtige“ Reaktion auf den Terroranschlag in Jerusalem angekündigt. Der Ministerpräsident hatte wegen des Anschlags seine Russlandreise um einige Stunden verschoben. Vor dem Abflug nach Moskau unterstrich er, es sei seiner Regierung gelungen, zwei Jahre lang für Ruhe und Sicherheit zu sorgen. Die Israelis hätten es genossen, ohne Angst auf den Straßen unterwegs zu sein. Diese Ruhe sei ein großer Segen. Nun gebe es Elemente, die diese Ruhe zerstören wollten: „Sie wollen die Entschlossenheit und Tapferkeit unseres Volkes auf die Probe stellen. Sie werden erfahren, dass die Re gierung, die Armee und die israelische Bevölkerung den eisernen Willen haben, ihren Staat und die Bürger zu verteidigen“, unterstrich Netanjahu.
Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat hat die Bürger der Hauptstadt dazu aufgerufen, zu ihrem normalen Alltag zurückzukehren. „Wir werden uns von niemandem unser Leben ruinieren lassen“, machte er deutlich. Großveranstaltungen wie der Jerusalem-Marathon fänden wie geplant statt. Barkat lobte den Einsatz des Kioskverkäufers David Amoyal. Der 52-jährige hatte die verdächtige Tasche mit dem Sprengsatz entdeckt, die Polizei gerufen und Passanten gewarnt. Noch vor Eintreffen der Polizei explodierte die Bombe. Doch die Warnungen Amoyals retteten vermutlich zahlreiche Menschenleben. Er selbst wurde leicht verletzt. Der Kiosk war 1994 durch einen Selbstmord-Attentäter in die Luft gesprengt worden.

(Quelle: Israel Heute)

12.12.2010

Bild: Traueranzeige für die Opfer des Waldbrandes im Karmelgebirge

04.12.2010

The fire disaster in the Carmel

CONTINUING TO WORK ACCORDING TO EMERGENCY PLANS

The fire disaster in the CarmelIn the area where the fire is still burning in the Carmel there are still hundreds of MDA personnel at work, ready for any possible situation* The top MDA management is in command of the activities in the field* During the past 24 hours, MDA teams have treated 13 wounded victims from the disaster

Many MDA teams are still working, for the third day running, in the area of the fire in the Carmel. Hundreds of Mobile Intensive Care Units, ambulances, command and control vehicles and the MDA helicopter are working in the area of the fire and helping the Fire Brigade and rescue services in their work.

Diromg the past 24 hours, MDA teams have treated 13 wounded victims, all members of the Security Forces and the Fire Brigade, who have been injured from smoke inhalation and other superficial wounds. Amongst the wounded, stand out 4 Border control policement who were caught, yesterday (Friday) close to midnight, in a fire trap near to the Nir Etzion settlement.

MDA teams who arrived at the scene tried to help with the rescue of the four men. In the end, the four were rescued and were treated by the MDA teams, all suffering from smoke inhalation. The four were transferred to hospital in light condition.

In addition, an MDA team treated the Commander of the Norther Region of the Police Force, Shimon Koren, who was wounded and cut his hand. The team treated him in the field, and later on the Police commander returned to his regular activities.

During the evening MDA personnel set up a command tent, in order to enable the the MDA directorate to easily and capably control the situation with regard to everything happening in the field. The command tent was fitted out with especially advanced technology and by using it the top officers of MDA can be easily and swiftly ready for any possible situation.

The fire disaster in the CarmelDuring the whole weekend, the top echelons of the Israeli government, headed by the Prime Minister, Binyamin Netanyahu, visited the site, as did other senior officers in high positions, and all stated their great appreciation and praised the high capabilities of the organisation.

All MDA teams continue to be ready for a long stay in the field, be it personnel , logistics etc. The filling of shifts by MDA personnel is increased and they are being asked to work 12 hour shifts instead of the usual 8 hours.

The teams in the field are supplied with appropriate protective grear and masks for protection from smoke inhalation. It should also be pointed out, that MDA teams are still continuing at all times to treat different routine incidents all over the country and to help whoever may need their help. MDA Director General, Eli Bin, “MDA teams continue to work in the areas of the fire and to give all the help needed for the troops carrying out the rescue and firefighting. The teams continue to be ready for every possible situation, and we hold regular meetings to assess the situation so that we can quickly and efficiently deal with every incident that may occur”.

01.12.2010

Bild: Chanukka

01.12.2010


01.09.2010

 

01.09.2010


12.08.2010

Mit Blaulicht und Sirene

Als freiwilliger Sanitäter im Notarztwagen – ein Erfahrungsbericht

»Kadima, Autounfall, krallt euch das Rückenbrett und die Erste-Hilfe-Tasche! Schnell!«, ruft der Fahrer. Meine kanadische Kollegin Neta und ich greifen nach der Ausrüstung. Wir befinden uns in einem arabischen Viertel in Ostjerusalem. Ein sichernder Blick aus der geöffneten Tür und schon bahnen wir uns laufend einen Weg durch die Schar der Schaulustigen. Eine Frau um die dreißig liegt benommen über dem Steuerrad ihres Autos. Rücksichtslose Autofahrer brausen an uns vorbei, während wir die Verletzte aus dem Auto zerren, aufs Rückenbrett schnallen und in den Rettungswagen tragen. Mit Blaulicht und Sirene rasen wir durch die Straßen Jerusalems. Währenddessen misst Neta Blutdruck und Puls der Patientin. In der Notaufnahme kümmern sich die Ärzte weiter um die Verletzte. Und wir werden zum nächsten Notfall beordert.

HILFSPROGRAMM Es ist der zweite Tag meines Freiwilligeneinsatzes in einem Krankenwagen des Magen David Adom (MDA) in Jerusalem. Im Rahmen des MDA Overseas Program bietet der Rote Davidstern seit 2001 in Zusammenarbeit mit Israel Experience dieseMöglichkeit an, das speziell für junge Erwachsene aus dem Ausland konzipiert ist. Einem zehntägigen Intensivkurs folgt der mindestens einmonatige Einsatz als Ersthelfer und Mitglied eines Ambulanzwagens. Magen David Adom ist in Israel offiziell für Krankentransport-, Notfallrettungs- und Blutspendedienste zuständig. 1930 gegründet, hat er heute neben den rund 1.200 Angestellten über 10.000 Freiwillige. Ich hatte mich für das MDA-Programm angemeldet, nachdem mehrere meiner Freunde daran teilgenommen und es mir als bleibende Erfahrung fürs Lebens empfohen hatten.

In der Beit-Yehuda-Herberge in Jerusalem beginnt Anfang Mai der zehntägige auf Englisch geführte Intensivkurs. Rund 60 Teilnehmer aus Nordamerika und Europa besuchen täglich fast zwölf Stunden den Unterricht und üben für den Ernstfall. Die Lektionen sind sehr anspruchsvoll: Wir lernen alles von Herz-Lungen-Reanimation über verschiedene Arten von Verletzungen und Krankheiten bis hin zum richtigen Verhalten bei Vorfällen mit mehreren Verletzten oder sogar Toten. Einige der Teilnehmer studieren Medizin und haben Vorwissen, andere sind, wie ich, Neulinge in der Welt der Heilkunde. Nach einer guten Woche Unterricht und intensiven Übungen machen wir einen Abschlusstest. Nur wer diesen besteht, darf dann als Ersthelfer arbeiten.

AM LIMIT Die meisten von uns werden in MDA-Stationen in Haifa, Tel Aviv, Herzlya und Jerusalem eingesetzt. Ich habe die israelische Hauptstadt gewählt. In der von Konflikten geprägten Metropole erhoffe ich mir spannende Einsätze. Mein erster Einsatz beginnt um 6.30 Uhr. Schichtwechsel ist angesagt, es herrscht emsiges Treiben. Die Einsatzleiterin auf der Station teilt mich zusammen mit meiner Kollegin Neta einem Ambulanzfahrer zu. Aus dem Materiallager holen wir fehlende Bandagen und Einweghandschuhe und schon kommt aus dem Lautsprecher der erste Einsatzbefehl. Bis zum Schichtende sind wir pausenlos unterwegs, fast immer über dem Tempolimit, aber mit Sirene und Blaulicht. Neta mag diesen Kick: »Auf einer Ambulanz zu sein ist ein Abenteuer, man weiß nie, was einen erwartet.«

Für mich steht die Begegnung mit fremden Kulturen und das Erwerben medizinischer Kenntnisse im Vordergrund. Im Laufe meines Einsatzes bin ich mit Leiden, Krankheiten und Armut konfrontiert, aber auch mit dankbaren Gesichtern, Gesten und Worten. Ein einziges herzliches »Toda! – Danke!« kompensiert so manches Leid, das man sieht. Immer wieder kommt es zu unerwarteten Begegnungen und Erlebnissen: Etwa als wir an einem Sonntagnachmittag zu einer 93-jährigen Dame gerufen werden, die von starken Rückenschmerzen geplagt wird. Im Krankenwagen sitze ich neben ihr und messe routinemäßig ihren Blutdruck. Mir fällt auf, dass sie Hebräisch mit deutschem Akzent spricht. Als ich sie darauf anspreche, erzählt sie mir, dass sie ursprünglich aus Berlin kommt. Die anderen Sanitäter amüsiert, dass wir von nun an nur noch Deutsch miteinander sprechen.

HERZMASSAGE Am Ende meines Aufenthaltes in Israel mache ich eine Erfahrung, die mir lange in Erinnerung bleiben wird. Von der Zentrale erhalten wir einen Notruf: Ein 58-jähriger Mann habe einen Herzstillstand erlitten. Nach wenigen Minuten kommen wir am Ort des Geschehens an. Der Patient liegt leblos auf dem Boden, Flüssigkeiten sprudeln aus seinem Mund. Wir versuchen, ihn mit Herz-Lungen-Reanimation zu retten, ich beginne sofort mit einer Herzmassage. Nach einer dramatischen halben Stunde kann der Arzt nur noch seinen Tod feststellen. Wir haben es nicht geschafft. Immer wieder versichern wir uns gegenseitig, dass wir alles in unserer Macht Stehende versucht haben. Nach kurzer Zeit kommt die Tochter des Verstorbenen ins Zimmer gerannt. Sie beginnt hysterisch zu weinen – wir aber rasen schon zum nächsten Unfallgeschehen.

Den nächsten Tag verbringen wir vorwiegend mit Warten. Das ist ganz gut so, denn ich brauche Zeit, um das Erlebte zu verarbeiten. Nach vier Wochen habe ich nicht nur zahlreiche Erfahrungen, Bilder und Eindrücke in meinem Gepäck, sondern auch die Fähigkeit, in Notsituationen richtig und rasch zu reagieren.

(Quelle: Jüdische Allgemeine, Lukas Dreifuss, 29.07.2010)

 

25.03.2010

25.03.2010

01.03.2010

Iris Berben liest auf der Benefiz-Veranstaltung zugunsten des MAGEN DAVID ADOM-Israel e.V. aus ihrem Buch "Frauen bewegen die Welt"

Frauen bewegen die WeltFür die Schirmherrin des MAGEN DAVID ADOM – Israel e.V., Israels Rettungs- und Blutspendedienstes, Iris Berben, ist ihre Liebe zu Israel sowie ihr unermüdlicher Einsatz gegen Fremdenhass eine Herzensangelegenheit.

Gemeinsam mit der Journalistin Nicole Maibaum erzählt die bekannte deutsche Schauspielerin in ihrem Buch von Frauen, die die Welt verändert haben. Es sind 21 Geschichten von mutigen Frauen unserer Zeit. Von Frauen, die nicht weggesehen haben, wenn Unrecht geschieht. Von Frauen, die sich stark machen für andere. Diese Frauen haben viel gewagt, manchmal unter Lebensgefahr, sie haben gekämpft gegen Leid, Armut und Ungleichheit. Hätten Nicole Lüdeking und Jana Böttner sich nicht dazwischengestellt, wäre am 18. Juli 2004 in Brandenburg ein Kenianer ermordet worden. Ohne Anna Politkowskaja hätte die Welt die Augen leichter vor dem Krieg in Tschetschenien verschließen können.

Iris Berben engagiert sich seit fast 40 Jahren gegen Antisemitismus und Gewalt und dafür, dass Menschen couragiert für ihre eigenen Rechte und die anderer eintreten. Zum ersten Mal erzählt sie jetzt von den Frauen, die kaum einer kennt, aber deren Einsatz für Gerechtigkeit sie besonders beeindruckt hat. Frauen, die zeigen, dass es oft nur ein wenig Zivilcourage braucht, um die Welt für sich und andere zum Besseren zu verändern.

Iris Berben liest:

Datum: Montag 15. März 2010
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Grußwort: Dr. h. c. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland sowie Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern
Ort: Jüdisches Gemeindezentrum, Hubert-Burda-Saal, St. Jakobs-Platz 18, 80331 München
Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro für Schüler, Studenten und Münchenpass-Inhaber
Tickethotline: IKG-Kulturzentrum, Telefon: 0 89 - 20 24 00 - 491, karten@ikg-m.de sowie an der Abendkasse
Alle Teilnehmer werden gebeten, einen amtlichen Lichtbildausweis bei sich zu führen.

12.02.2010

Bild von Matisse kehrt nach Frankfurt zurück

Frankfurt/Main (dpa) | 11.02.2010 16:27 Uhr

Es ist eine filmreife Geschichte, die das Thema Raubkunst in der Nazi-Zeit kaum plastischer machen könnte.

Nach über 60 Jahren ist ein bedeutendes Frühwerk von Henri Matisse, das bis zur Nazi-Zeit einer jüdischen Industriellenfamilie gehörte, über abenteuerliche Wege nach Frankfurt zurückgekehrt. Das Jüdische Museum hat das Landschaftsgemälde «Le Mur rose» für 200 000 Euro mit Hilfe von Sponsoren angekauft.

Le Mur rose von Heni MatisseDer jüdische Sammler Harry Fuld, der in Frankfurt eine der damals größten Firmen für Telefone und elektrische Uhren in Deutschland betrieb, hatte das impressionistische Bild 1914 erworben. Zu einer Zeit also, als die Kunst des «Erbfeinds» Frankreich in Deutschland verpönt war. Matisse (1869-1954) hatte das Bild, das ein Anwesen mit einer rosafarbenen Mauer zeigt, 1898 während eines Aufenthalts in Korsika gemalt.

Nach dem Tod von Harry Fuld im Jahr 1932 musste sein Sohn fünf Jahre später, als er aus Nazi-Deutschland nach England emigrierte, das Ölgemälde zurücklassen. Die gesamte Sammlung wurde beschlagnahmt, rund 80 Bilder wurden später von einem Berliner Auktionshaus versteigert. Der Matisse aber landete ausgerechnet beim SS-Offizier Kurt Gerstein, einem der schillernsten Figuren der NS-Zeit, der auch dem Widerstand angehörte.

«Er war einer der seltsamsten Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus», sagt Raphael Gross, der Direktor des Jüdischen Museums. Gerstein lieferte als Hygienefachmann der Waffen-SS das berüchtigte Nervengas Zyklon B in die Vernichtungslager - zugleich versorgte er das Ausland mit Informationen über den Massenmord an den Juden.

Vom französischen Militär 1945 verhaftet, beging Gerstein Selbstmord. Drei Jahre später wurde das Matisse-Gemälde in Gersteins Besitz in Baden-Württemberg entdeckt und dann nach Paris weitergegeben, weil die Franzosen annahmen, das Bild stamme aus französischem Besitz.

1951 wurde das Bild in Paris als Raubkunstwerk klassifiziert. Doch es galt jahrzehntelang als «herrenlos». Erst 2008 ging es an den englischen Ableger des israelischen Rettungsdienstes MAGEN DAVID ADOM über - dies sind die Erbeserben von Harry Fuld junior. Fuld war in England 1963 gestorben. MAGEN DAVID ADOM hat das Bild nun dem Jüdischen Museum überlassen. Finanziert wurde alles von der Hessischen Kulturstiftung und der BHF-Bank sowie derer Stiftung.

Die Geschäftsführerin der Hessischen Kulturstiftung, Claudia Scholtz, sprach von von einer «großzügigen Geste» der Fuld-Erben. Die israelische Stiftung hätte auf dem freien Markt für das Matisse-Bild viel mehr als 200 000 Euro bekommen können, glaubt sie.

Für das Frankfurter Jüdische Museum, das zusammen mit dem Jüdischen Museum in Berlin eine große Ausstellung zum Thema Raubkunst organisierte, ist die Rückkehr eine große Chance. Am Beispiel des Matisse-Gemäldes will das Haus künftig das oft spröde Thema Raubkunst in der Nazi-Zeit der Öffentlichkeit näherbringen.

Auch Fulds von den Nazis enteignete Firma gibt es in Frankfurt noch. Nach dem Krieg wurde sie in Telefonbau & Normalzeit umbenannt. Dann wurde sie 1981 von Bosch übernommen und hieß «Telenorma» - heute gehört sie zu einem US-Telekommunikationsunternehmen.

10.02.2010

Experten helfen weiterhin in Haiti

Experten des israelischen Rettungsdienstes MAGEN DAVID ADOM (MDA) sind in den nächsten zwei Wochen noch in Haiti tätig, um dort lokalen Sanitätern das Impfen beizubringen. Etwa 140.000 Überlebende müssen gegen verschiedene Krankheiten wie Diphterie, Tetanus und Pocken geimpft werden, die jetzt auftreten, da noch immer sehr viele Leichen im Umkreis liegen, die noch nicht beigesetzt wurden. Dies geschieht im Rahmen eines Notfallsprogramms des Gesundheitsministeriums von Haiti, der UNICEF und der Pan-Amerikanischen Gesundheitsorgnisation. MDA ist mit dabei, als Teil der internationalen Föderation des Roten Kreuzes.

10.02.2010

Bill Clinton lobt israelische Haiti-Hilfe

(01. Februar 2010/inn.) - Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat Israel für seinen Einsatz in Haiti gedankt. Ohne das israelische Feldlazarett wären viele Operationen von Erdbebenopfern nicht möglich gewesen, sagte er am Donnerstag dem israelischen Präsidenten Schimon Peres beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

"Das israelische Krankenhaus war die einzige betriebsbereite Einrichtung, die Operationen und erweiterte Untersuchungen vornehmen konnte", so Clinton laut der Tageszeitung "Ha´aretz".

"Im Namen der Helfer, die in Haiti eingesetzt waren, im Namen der Menschen, die dort leben und auf persönlicher Ebene möchte ich, möchten wir alle Israel aus tiefstem Herzen danken", erklärte Bill Clinton, der derzeit als Sondergesandter der Vereinten Nationen für Haiti bei der Organisation der Hilfe für das Land mitwirken soll.

Schimon Peres kündigte an, dass sich Israel auch beim Wiederaufbau des Landes in der Karibik nach dem Erdbeben engagieren werde.

09.02.2010

Israel schickt Such- und Rettungsdelegation nach Haiti

14. Januar 2010

IDF Rettungseinheit

Archivfoto: IDF Rettungseinheit

Israel übermittelt Haiti sein Beileid und seine Solidarität

"Israel möchte der Regierung und Bevölkerung Haitis angesichts dieser schrecklichen Katastrophe sein Mitgefühl ausdrücken. Unser Beileid gilt den Familien der Opfer. Wir wünschen den Verletzten eine schnelle Gensesung.

Israel tut alles in seiner Macht stehende, um den Menschen in Haiti zu helfen, das Desaster in ihrem Land zu bewältigen. Eine 220-Mann starke Delegation unter der Leitung von Offiziellen des Aussenministeriums wird heute Nachmittag (Donnerstag, 14. Januar 2010) mit zwei Flugzeugen des Typs Boeing 747 Richtung Port-au-Prince aufbrechen. Das Hilfspaket beinhaltet ein Feldlazarett des IDF Heimatschutzkommandos und Suchmannschaften, sowie Teams des Roten Davidsterns MAGEN DAVID Adom und der israelischen Polizei.

Der israelische Botschafter in der Dominikanischen Republik, Amos Radian, befindet sich in Port-au-Prince und koordiniert die Verteilung der israelischen Hilfe mit lokalen Behörden und Hilfsorganisationen."

(Sprecher des Aussenministeriums, 14.01.2010)

09.02.2010

Sternstunden der israelischen Armee,MAGEN DAVID ADOM auf Haiti

Von Jacques Ungar

Einsatz auf Haiti
EINSATZ AUF HAITI Nach dem Erdbeben sind mehr als 200 israelische Helfer vor Ort

Die israelische Armee ist dieser Tage in Zusammenarbeit mit MAGEN DAVID ADOM, dem israelischen Pendant zum Roten Kreuz, und der Rettungstruppe ZAKA im Einsatz auf Haiti.

Auf Haiti, dem vom Erdbeben erschütterten Inselstaat in der Karibik, hat sich die israelische Armee mit ihrem Feldkrankenhaus und den auf Katastrophen spezialisierten Suchtruppen nach wenigen Tagen schon verdient gemacht. Noch in der Nacht auf Mittwoch, also rund eine Woche nach dem Beben, gelang es israelischen und amerikanischen Spezialisten in einer Gemeinschaftsaktion, zwei Kinder lebend aus den Ruinen zu bergen. Trotzdem wurde beschlossen, den Schwerpunkt der Arbeit auf die Hilfe für Verletzte und Obdachlose zu konzentrieren und nur noch dann nach Überlebenden zu suchen, wenn irgendwo eindeutige Lebenszeichen zu vernehmen sind. Bis Mittwoch vollzog das israelische Ärzteteam über 300 lebensrettende Operationen und half rund zehn Babys, das Licht der Welt zu erblicken. Dass diese Kleinkinder Namen wie Israel, Israela oder Abraham erhalten, ist ein unerwarteter Nebeneffekt der Bemühungen der Retter mit dem blauweissen Davidstern an der Uniform.

Professionelle Hilfe
Oft darf das israelische Team, dessen über 200 Mitglieder nicht selten rund um die Uhr arbeiten, den Applaus auf offener Szene von der Lokalbevölkerung entgegennehmen, und sogar internationale Medienvertreter wie die von CNN berichten über das «unglaubliche Funktionieren» des israelischen Feldspitals und über die erfolgreiche Arbeit der israelischen Chirurgen. Auch die an die Israeli gerichteten Worte Bill Clintons («Danke, Sie sind professionell») gingen um die Welt. Der ehemalige US-Präsident hielt sich als Uno-Sonderbotschafter auf Haiti auf. Solche Berichte finden ihren Weg vor allem in die Wohnzimmer im englischsprachigen Raum, während man sich im deutschsprachigen Europa traditionsgemäss eher bedeckt gibt. Die israelische Einsatztruppe will noch rund eineinhalb Monate auf Haiti bleiben.

10.12.2009

29.09.2009

Jom Kippur: Mehr als 2.000 Einsätze für "MAGEN DAVID ADOM"

JERUSALEM - Der Versöhnungstag Jom Kippur war auch in diesem Jahr wieder ein arbeitsreicher Tag für die Sanitäter der Hilfsorganisation "MAGEN DAVID ADOM". Mehr als 2.200 Menschen benötigten am gestrigen Montag medizinische Hilfe.

Bei 102 schwangeren Frauen hatten die Wehen eingesetzt und sie mussten in Krankenhäuser gebracht werden. 50 Menschen wurden aufgrund des Fastens ohnmächtig und benötigten ärztliche Hilfe, 16 von ihnen mussten wiederbelebt werden.

Auch 162 Kinder wurden behandelt. Sie hatten sich beim Skateboard-, Rollschuh- oder Fahrradfahren auf den freien Straßen verletzt. Ein 60-jähriger gehörloser Mann aus Tel-Aviv wurde mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht. In seiner Wohnung war ein Feuer ausgebrochen, er hatte jedoch die Warnrufe seiner Nachbarn nicht hören können.

Noch vor Beginn des Feiertages wurden am Sonntag 38 Menschen bei 18 Verkehrsunfällen verletzt.

In und um Jerusalem kam es am Sonntagabend außerdem zu Übergriffen von Palästinensern gegen Juden. In der arabischen Ortschaft Issawija bei Ostjerusalem warfen Palästinenser mehrere Brandsätze auf Polizisten. Dutzende Demonstranten zündeten Autoreifen vor dem Eingang des Dorfes an. Fünf Polizisten wurden dabei verletzt. Im Jerusalemer Stadtteil Silwan warfen Palästinenser außerdem zwei Brandsätze auf jüdische Häuser. Einer davon explodierte, verletzt wurde jedoch niemand.

Auslöser für diese Übergriffe waren Krawalle auf dem Tempelberg vom Sonntagmorgen. Dort hatten Muslime gegen den Besuch einer von Polizisten begleiteten Gruppe Juden protestiert und diese mit Steinen beworfen. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Blendgranaten ein. Bei den Ausschreitungen waren 15 Palästinenser und 17 Polizisten verletzt worden.

Der Versöhnungstag Jom Kippur hatte am Sonntagabend begonnen und ging am gestrigen Montagabend zu Ende.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde des Magen David Adom!

Wir stehen an der Schwelle des neuen jüdischen Jahres 5770, dem Beginn der Hohen Feiertage, die mit dem Neujahrsfest Rosch ha Schana beginnen und mit Jom Kippur, dem Versöhnungstag enden.
Neujahrsfeste geben Gelegenheit zurückzuschauen und auf das kommende Jahr zu blicken – gleichermaßen ein Moment der Besinnung und des Aufbruchs.
Die Gründung des Magen David Adom in Tel-Aviv am 07. Juni 1930 war der Grundstein für die heutige, per Gesetz von 1950 festgelegte Tätigkeit des MDA, als einzige nationale Rotkreuzgesellschaft Israels im Sinne der Genfer Konvention. Im Juni 2006 erfolgte endlich die seit langem fällige Anerkennung durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) als nationale Hilfsgesellschaft der Rotkreuzbewegung und die Aufnahme in die Internationale Föderation des Roten Kreuzes (IFRC). Heute ist MDA-Israel für Krankentransport-, Notfallrettungs- und Blutspendedienste verantwortlich. 13.000 hochausgebildete Freiwillige und 1.500 hauptamtliche Angestellte sorgen in 110 Einsatzzentralen für medizinische Notfallhilfe.
Um diese lebenswichtige Aufgabe auch in Zukunft erfolgreich durchführen zu können, bitten wir um Ihre Unterstützung. Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt (Talmud). Helfen Sie uns dabei, Leben zu retten.
Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die Renovierung und Erweiterung der Station Quiriyat Tivon dank Ihrer zahlreichen großen und kleinen Spenden inzwischen abgeschlossen werden konnte. Diese zwischen Quiriyat Tivon und Quiriyat Amal gelegene Erste Hilfe- Station wurde vor über 30 Jahren vom deutschen Freundeskreis des MAGEN DAVID ADOM errichtet. Im Oktober 2008 war die feierliche Wiedereinweihung dieser für den Norden Israels so wichtigen Station.
Wir danken Ihnen – auch im Namen der dort tätigen MDA-Mitarbeiter, die sich dort sehr wohl fühlen – für Ihre großherzige Hilfe und Unterstützung. Es ist und muss unsere Aufgabe sein, Israel und dem Magen David Adom helfend zur Seite zu stehen.

Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches, hoffnungsvolles und vor allem friedvolles Jahr 5770.

Mit freundlichen Grüßen und einem herzlichem Schalom

Renate Wagner-Redding
Vizepräsidentin

Janusz Kuroszczyk
Präsident

Gerhard Kopf
Vizepräsident

30.08.2009

THE DEPUTY MINISTER OF HEALTH, MK RABBI YAAKOV LITZMAN AND SENIOR MEMBERS OF HIS OFFICE VISITED MDA

"You are the right man in the right place" thus Deputy Minister of Health, MK Rabbi Yaakov Litzman began is summing up when he turned to MDA Director General Eli Bin.  The Deputy Minister went into detail:  "Magen David Adom, under your leadership, has taken great and significant steps in the professional, technological and logistical fields.  I have found an advanced, modern organisation, and I have no doubt that MDA is the professional, deciding force in anything connected to emergency medicine in Israel and everyone should work according to its professional directives and the criteria it has fixed".

Deputy Minister of Health, MK Rabbi Yaakov Litzman and senior members of his office visited on Thursday (August 27, 2009) the national Dispatch Centre of Magen David Adom in the centre of the country.  The Deputy Minister learnt first hand about the activities of the organisation and joined a visit to the national, most up to date, Dispatch Centre and an exhibition of resources there which included:  ambulance, Mobile Intensive Care Unit, an ambulance for use in a multi casualty incident, a bus used for collecting blood donations, a reinforced, protected ambulance and a motorbicycle.

After that the Minister, together with those accompanying him and his senior staff, were invited to the Board Room, where he was shown a presentation summing up all the activities of MDA in the past year in the fields of emergency medicine, the blood services, the logistics, the computerization and the humanitarian activities in Israel and all over the world.

MDA Director General, Eli Bin, thanked the Deputy Minister and those accompanying him for their visit and said: "MDA has always had a listening ear and an open door with you, form when you were chairman of the Finance Committee, and we feel that MDA is very close to your heart.  Magen David Adom is today considered to be one of the most advanced organizations in the Western world from a medical, logistic and long term strategy point of view.  We give a helping hand in any national project that we are asked to join, and we did not hesitate for one moment to use all the resources of the organisation for the good of the citizens of the State of Israel who were found under fire in the Second Lebanese War in the North and in the "Cast Lead" Operation in the South.  From then until today, MDA has as highest priority, the good of the patients and wounded".

The visit ended with the Deputy Minister summing up: "MDA is an inseparable part of the Health System in Israel just as the hospitals, and from my knowledge of the Health System, I am convinced that the activities carried out by Magen David Adom today should be widened to additional fields connected to health in the community".

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14.07.2009

תרגום מעברית
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Die Störche vom Magen David Adom

Geburt statt Unfall. Die schönsten Einsätze mit dem Krankenwagen sind die, wenn Ärzte und Sanitäter zu einer  Geburt gerufen werden. Doch dies geschieht eher selten. Routinemäßig sind die Retter fast ausschließlich bei Unfällen gefragt.

Umso größer ist die Freude der Kollegen vom M.D.A., als sie während ihres Dienstes am Dienstag, den 14. Juli 2009 gleich fünf Geburten betreuen.

Die zwei ersten Babies erblicken mit Hilfe der M.D.A. Belegschaft Tiberias um 7.30 Uhr morgens das Licht der Welt.

Die Mutter von zwei Söhnen, im neunten Monat schwanger, kommt mit Wehen auf die Station von Tiberias. Alles muss ganz schnell gehen. Galia Wolff, die verantwortliche Schichtoffizierin und die  Belegschaft (Dr. Dafna Givati, medizinische  Hilfskraft Taleb Abdallah und der Sanitäter für Medizin in Notfällen  Achmed Jobat)  des Krankenwagens (mit Intensivstation),  die gerade  auf der Station waren, entscheiden, dass die Zeit zu knapp ist, um die Frau zur Entbindung ins Krankenhaus zu bringen. Sofort wird alles in die Wege geleitet. Die Geburt auf der Station Tiberias verläuft völlig ohne Komplikationen und schon wenig später hält die Mutter ihren dritten Sohn im Arm. Sofort nach der Geburt  werden Mutter und Sohn in gutem Zustand im Krankenwagen (mit Intensivstation) ins Poriah Krankenhaus gebracht.

Fast zur selben Zeit hat die Belegschaft des Krankenwagen "Nesher" (Krankenwagen mit Intensivstation und zwei medizinischen  Hilfskräften aber ohne Arzt)
unter Leitung der medizinischen Hilfskraft Itai Bar David alle Hände voll zu tun.  In der Nähe vom "Checkpoint Haifa“  setzen bei einer  Mutter von bereits vier Töchtern die Geburtswehen ein.
Das Team des Krankenwagens bewahrt Ruhe, unterstütz die Frau bei der Entbindung, so dass auch diese Geburt ohne Probleme verläuft. Zur Freude aller kommt ein gesundes Baby zur Welt. Der Krankenwagen bringt dann die Mutter mit ihrer fünften Tochter ins Krankenhaus Bnei Zion (Rotschild) in Haifa. Mutter und Kind sind beide wohlauf.

Zwei Stunden später um kurz nach 9 Uhr kommt eine 30-jährige Frau vom Dorf Nachav  in die Station in Karmiel. Auch sie ist im neunten Monat schwanger und die Geburtswehen haben bereits eingesetzt. Die Belegschaft des Krankenwagens ( Lior Fadida, Edi Sugot und Schachar Steinmann) fährt mit der Frau los ins Krankenhaus in Naharia. Nach nur wenigen Minuten hält der Krankenwagen am Strassenrand der Fernstrasse  nach Naharia und die glückliche Mutter bringt ihren vierten gesunden Sohn zur Welt. 

Nicht nur im Norden auch im Süden des Landes helfen die Belegschaften des M.D.A. immer wieder neues Leben in die Welt zu bringen.

Um 10.15 Uhr wird das Team in der Nähe von Ramat Hovav im Negev  zu Hilfe gerufen. Eine junge Frau ist in ihrem Auto unterwegs und die Geburtswehen fangen an. Bei der Einfahrt nach Ramat Hovav trifft die Belegschaft des Krankenwagens (Eran Schwartz, und Dani Vakin) alle Vorbereitungen, um die Geburt im Krankenwagen durchzuführen. Die 22-jährige gebärt  ein gesundes Mädchen. Nach kurzer Zeit fährt die Ambulanz weiter und bringt die überglückliche Mutter und ihre Tochter ins "Sorokko" Krankenhaus in Beersheba.

Dieser erfolgreiche „Entbindungstag“  wurde von der Belegschaft des Krankenwagens von der Station in Arad unter der Leitung von Zinat Peres beendet.  An der Ausfahrt  von Arad in Richtung Beerscheva trifft der Krankenwagen auf eine werdende Mutter in ihrem Auto. Die Wehen haben gerade eingesetzt. Das Team hilft der Frau in den Krankenwagen, um sie in die Klinik zu fahren. Doch wie sooft muss der Wagen nach wenigen Metern anhalten und die Belegschaft führt quasi am Straßenrand erfolgreich eine Geburt durch. Diesmal ist es wieder ein Junge. Die stolze 21-jährigen Mutter hatte ihren dritten Sohn geboren. Mutter und Kind wurden auch hier in gutem Zustand ins "Sorokko" Krankenhaus  gebracht.

Für die fünf Teams der Krankenwagen geht ein besonderer Tag zu Ende. Ein Tag mit einem Gefühl von großer Freude, Dankbarkeit und unendlicher Zufriedenheit. "Wir fahren immer  lieber zu Geburten und bringen neues Leben in die Welt  als zu einem Unfallort und dort zu sehen wie das Leben beendet wurde. Leider kommt letzteres hier in Israel oft vor“, sagen die Retter. „ Gebt uns jeden Tag die Gelegenheit an der Strassenseite anzuhalten um eine Geburt durchzuführen, dass ist für uns ein erfolgreicher Tag."

Fünf gesunde Kinder – fünf Gründe sich zu freuen und glücklich zu sein. Dieser Tag hat den Teams von M.D.A. einen Spitznamen eingebracht: „Storch“.

Und die „Störche“ in ihren Krankenwagen kommen immer wieder gerne zum Geburts-Einsatz. Ob in der Wüste oder an der Autobahnausfahrt.

Zachi Heller
Sprecher für besondere Aktionen
Magen David Adom

20.05.2009

Neuwahlen beim  MAGEN DAVID ADOM-ISRAEL in Deutschland

Hannover, MDA e.V., 09. Mai 2009  - Janusz Kuroszczyk wurde zum Präsidenten des Magen David Adom-Israel in Deutschland e.V. gewählt. Die Wahl des Vorstandes fand im Rahmen der Mitgliederversammlung des Magen David Adom–Israel in Deutschland e.V., am 28. April 2009 in Hannover statt.

Janusz Kuroszczyk wurde für die kommenden drei Jahre zum neuen Präsidenten des Magen David Adom-Israel in Deutschland e.V. gewählt. Er ist seit 2002 Mitglied des Vereins und war zuletzt 16 Jahre Präsidiumsmitglied des Jüdischen Nationalfonds-KKL e.V., davon 10 Jahre als Präsident.
Für sein Engagement für Völkerverständigung und Frieden wurde Janusz Kuroszczyk im Jahre 2002 von Bundespräsident Johannes Rau das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Die Präsidiumswahlen ergaben folgendes Ergebnis:
Janusz Kuroszczyk, Mainz (Präsident)
Vizepräsidenten :
Dipl. Volkswirt Gerhard Kopf, Mainz, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater,    
Vorstand der MAGENZA-Stiftung für Jüdisches Leben in Mainz,
Renate Wagner-Redding, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Braunschweig
Weitere Mitglieder des  Präsidiums:
Christine Bartels (Schatzmeisterin, wiedergewählt),
Claudia Endler (Schriftführerin, wiedergewählt),
Dr. med. Andreas Buchinger (wiedergewählt),
Ela Griepenkerl (wiedergewählt),
Jürgen Hämke (wiedergewählt)

In Kürze wird in Mainz ein neues MDA Büro eröffnet.

Magen David Adom (MDA, hebräisch: מגן דוד אדום, deutsch: Roter Schild Davids) am 07. Juni 1930 in Tel-Aviv gegründet, ist Israels nationaler Rettungs- und Blutspendedienst, welcher dort mit offiziellem staatlichen Auftrag für Krankentransport-, Notfallrettungs- und Blutspendedienste verantwortlich ist.  Magen David Adom beschäftigt 1.500 hauptamtliche Angestellte, weitere 13.000 hochausgebildete Freiwillige helfen mit, die 110 Einsatzzentralen, 750 Rettungswagen und Blutspendefahrzeuge sowie Rettungshubschrauber  zu betreiben, die über das ganze Land verteilt sind. MDA leistet mehr als 500.000 Mal pro Jahr medizinische Notfallhilfe. Im Juni 2006 erhielt Magen David Adom die Anerkennung durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) als nationale Hilfsgesellschaft der Rotkreuzbewegung und die Aufnahme in die Internationale Föderation des Roten Kreuzes (IFRC).

„Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“ (Talmud), ist die Devise des MDA.

Kontakt:
Magen David Adom - Israel e.V.
Binger Straße 17, 55116 Mainz
Tel. 06131 – 2047816, post@MDA-Israel.de

Magen David Adom - Israel e.V.
Postfach 1942, 30019 Hannover
Tel. 0511 – 661508, info@MDA-Israel.de

Spendenkonten:
Deutsche Bank AG, Kto-Nr.: 0 133 322, BLZ: 550 700 40
SEB BANK AG, Kto-Nr.: 1025357500, BLZ 250 101 11
M.M. Warburg-Bank, Kto-Nr.:1000 107 999, BLZ:201 201 00

 

In den Jahren 2005-2008 sammeln wir Spenden für:

Diese Zwecke sind mit MAGEN DAVID ADOM in Israel abgestimmt, die uns jährlich auf besonderen Bedarf aufmerksam machen.

Zum Projekt: Renovierung und Erweiterung der Station Quiriyat Tivon

Diese zwischen Quiriyat Tivon und Quiriyat Amal gelegene Erste Hilfe- Station wurde vor über 30 Jahren von dem Freudeskreis des MAGEN DAVID ADOM in Deutschland errichtet.

Damals führten die Damen des damaligen Vorstandes, die kürzlich verstorbenen Frau Dr. Heide Adele Albrecht und die nach wie vor in der Vorstandsarbeit tätige Frau Rosa Giske die ersten Spatenstiche in dem karstigen Boden auf der Höhe zwischen beiden Orten.

Bei einem Besuch im Oktober 2005 in der Erste- Hilfe Station begegnete ich Mitarbeitern, die hochmotiviert engagierte Arbeit leisten unter räumlichen Bedingungen wie vor dreissig Jahren.

Nein, schlechter als damals: Jeder Spenden- Shekel wurde in die Anschaffung medizinischer Geräte, Verbandszeug, und so viele andere Dinge gesteckt, die zur Rettung von Leben nötig sind, nicht aber in die Erhaltung des Gebäudes, dessen Substanz durchhaus noch sehr gut zu nennen ist.

Eine neue Situation hat sich in diesem Jahr dadurch ergeben, dass vier Räume im Erdgeschoss frei wurden, als die Kupat Cholim, die Krankenkasse, auszog. Mit deren Mieteinnahmen wurde bisher die Ausgaben mitfinanziert. Die freigewordenen Räume sollen der Erste- Hilfe Station für ihre Aufgaben dienen. Und Pläne, nötige Pläne haben die Mitarbeitenden: Gerne möchten sie z.B. für die Freiwilligen aus der Region Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten anbieten können, verstärkt auch Jugendliche für die Arbeit gewinnen, um die Zukunft zu sichern.

Das aber setzt auch ansprechendere Räume vorraus und: was vor dreissig Jahren vielleicht noch eher ungewöhnlich heute aber zum Standard jeden Hauses in Israel, wie bei uns die Heizung, dazu gehört: eine Klimaanlage war früher noch nicht vorgesehen .....

Zur Station gehören 15 Hauptamtliche, etwa 50 Erwachsene und 40 Jugendliche, freiwillige Ehrenamtliche Mitarbeitende. Da die Hilfe ja leider immer noch weit über den Einsatz bei Infarkten, Verkehrsunfällen, Geburten u.ä. hinausgeht sind aber vielmehr Kräfte nötig. Ihnen den Rahmen für ihr Tun zu bieten, soll unser Ziel sein.

Im Oktober 2008 war die feierliche Wiedereinweihung dieser für den Norden Israels so wichtigen Station. Wir danken Ihnen für Ihre großherzige Hilfe und Unterstützung.